Mein Alltag auf der Farm Teil 2

Hier hatte ich am Anfang meines Aufenthalts schon einmal meinen Alltag beschrieben. Mittlerweile hat sich alles eingespielt und ich werde mich sicherlich in Deutschland wieder umgewöhnen müssen. Als erstes wird der Sonnenaufgang nicht mehr so schön sein.

Ich stehe meistens auf, wenn es in meinem Zimmer hell wird. Das tut einfach gut. Für zuhause habe ich mir schon überlegt einen Tageslichtwecker anzuschaffen.

Dann gehe ich ins Bad, ziehe mich an, setze mich mit meinem ersten Kaffee auf meine Terrasse und genieße die Sonne.

Meistens frühstücke ich an der Lodge. Manchmal auch erst mit den Kids unten im Farmhaus. Gegen halb neun fahre ich dann runter. Vorher nehme ich noch die Essensabfälle aus der Küche für die Hühner und Knochen für die Hunde mit und schaue ob Abfallsäcke da sind. Diese werden zuerst am Farmhaus in einem großen Behälter gesammelt und später dann zur Deponie gebracht.

Im Farmhaus mache ich den Kids Frühstück, dann machen wir Vorschule und spielen. Oft beschäftigen sich die Kids auch ganz alleine. Ich finde das super und lasse sie dann auch. Welche Kinder können sich heutzutage noch alleine beschäftigen?

Ein paar Mal habe ich auch Mittagessen gemacht, was geschmacklich ganz gut ankam. Normalerweise fahre ich dann gegen 12 Uhr, falls ich nicht unten esse, wieder zurück zur Lodge. Hier genieße ich meine freie Zeit mit Lesen, Fotografieren, manchmal eine Kleinigkeit essen oder ein bisschen schlafen.

Um drei Uhr fahre ich dann wieder runter. Am Nachmittag basteln wir oder spielen. Es gibt keinen festen Plan. Gegen halb fünf füttern wir die Hühner und sammeln die Eier ein. Normalerweise fahre ich dann um fünf Uhr wieder zurück. Dann gehe ich manchmal noch zum Sonnenuntergang zum Ansitz in der Nähe der Lodge.

Wenn sehr viele Gäste an der Lodge sind und Guido und Aileen dort mithelfen, dann bleibe ich unten am Farmhaus. Wir spielen dann noch ein bisschen oder gehen raus. Dosen werfen ist gern gesehen (Müllverwertung) oder Seilspringen oder auf dem Trampolin toben.

Gegen Abend sind dann auch noch ein paar Katzen zu füttern und manchmal die Hunde.

Nach dem Abendessen, Schlafanzug anziehen und Zähne putzen, dürfen die Kids manchmal noch ein bisschen Film auf dem Tablet schauen. Dann lese ich ihnen noch ein Buch vor und ab ins Bett. Die beiden sind da total pflegeleicht.

Manchmal spüle ich noch das Geschirr, schreibe ein paar Postkarten oder lese. Wenn Guido oder Aileen dann wieder am Farmhaus sind, fahre ich zurück zur Lodge.

Samstag und Sonntag habe ich normalerweise frei. Wenn es heiß ist, dann gehe ich an den Pool.

Oder ich mache einen Spaziergang in der Gegend oder fahre zu einem Ansitz, um Tiere zu beobachten. Ab und zu putze ich auch mal mein Häuschen. Alltag halt.

Es ist alles ziemlich entschleunigt hier. Man hat wenig Ablenkung, was sehr gut tut. Das Einkaufen muss gut geplant werden, da es zum Supermarkt in Maltahöhe ca. 20 km sind. Meistens fahren wir einmal die Woche dorthin.

Zum nächsten großen Supermarkt mit viel mehr Auswahl sind es 110 km. Diese Fahrten werden dann auch gleich genutzt, um weitere Dinge zu erledigen. Das muss man alles schon gut planen.

Wenn Gäste in der Lodge sind und es Buffet gibt, kann ich dort mitessen. Ansonsten kochen wir (die Praktikantinnen und ich) uns in der Lodge Küche etwas. Oder es gibt einfach nur ein Brot. Ich esse hier viel weniger als zuhause.

Ab und zu habe ich die Möglichkeit bei einer Sundownerfahrt mit Gästen mitzufahren. Im großen und ganzen hört es sich schon wie Urlaub an. Aber ich genieße es auch sehr, alleine zu sein.

2 thoughts on “Mein Alltag auf der Farm Teil 2

  1. Hallo Thea,
    ja wir können hier froh sein wenn wir die Sonne überhaupt zu sehen bekommen, aber vielleicht klappt es und du kommst als Willkommensgeschenk den goldenen Oktober.
    Klingt schon sehr relaxt dein Alltag. Ich hatte mir die Kinderbetreuung anstrengender vorgestellt. Und ich stell mir auch grad vor, daß der Abschied schwer fällt.
    Liebe Grüße
    Ellen

  2. Hallo Thea, vielen Dank für diesen weiteren Alltagseinblick! Sowas kann frau ja gar nicht zu Hause an einem Stück erzählen.
    Bin mal gespannt, wer da nach Deutschland zurückkommt…

    Ganz liebe Grüße

    Gabi

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