Der große Sandkasten

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, der große Sandkasten stand auf dem Programm.

An der Lodge haben wir einen Kaffee getrunken und ein paar Kekse gegen den ersten Hunger gegessen. Dann sind wir um viertel nach sechs losgefahren. Es war noch ziemlich dunkel, sodass Vorsicht beim Fahren angesagt war. Es können jederzeit Tiere auf der Straße stehen, die man erst im letzten Moment sieht. Aber es ging alles gut und wir kamen kurz vor Toröffnung am Nationalpark an. Wenn man im Park übernachtet, darf man schon vor Sonnenaufgang im Park unterwegs sein. Für alle anderen wird das Tor erst geöffnet, wenn die Sonne am Horizont erscheint. Wir mussten ca zehn Minuten warten, dann wurde unser Auto registriert und wir konnten uns auf den „Highway“ im Park begeben. Offiziell darf man hier nur 60km/h fahren, aber wer hält sich daran?

Nach ein paar Kilometern haben wir schon den ersten Stopp gemacht. Das Licht war einfach zu schön.

Und die Dünen sind riesig!

Gegen acht Uhr waren wir an der Düne 45. Sie hat ihren Namen, da sie 45 km hinter dem Eingangstor zu finden ist. (Fast) jeder Tourist hält dort an. Wir natürlich auch. Zum Glück war es noch nicht zu heiß und wir konnten barfuß gehen.

Ich war ziemlich geschafft, aber Lisanne ist noch eine Stufe weiter hoch gelaufen. Und sie hat es sehr genossen im großen Sandkasten zu spielen.

Beim runtergehen haben wir einiges an Abfall gefunden. Angefangen hatte es mit einer leeren Flasche, danach kam immer mehr dazu. Papier, Styropor, Tüten von eingepacktem Essen. Vielleicht ist das ein oder andere durch den Wind weggeweht worden, aber vieles wurde mit Sicherheit auch einfach fallen gelassen. Da ich noch eine Tüte im Rucksack hatte, haben wir fleißig Müll eingesammelt. CleanUp Dune 45!

Unten angekommen, haben wir uns in den Schatten gesetzt und unser Frühstückspaket von der Lodge genossen.

Anschließend sind wir weiter zum 4×4 Parkplatz gefahren. Ab hier geht nur mit Allrad weiter. Da wir das nicht selbst fahren wollten, haben wir den Shuttle genutzt. Selbst fahren bedeutet Reifendruck vermindern und aufpassen, dass man nicht stecken bleibt. Aber gefahren zu werden, ist auch toll! Dann ging es noch ein paar hundert Meter weiter zu Fuß zum Deadvlei. Hier stehen in einer ausgetrockneten Senke viele uralte tote Bäume.

Am Nachmittag wurde es dort sehr heiß, sodass wir wieder mit dem Shuttle zum Parkplatz und dann mit unserem Auto zum Eingang zurück gefahren sind.

Dort haben wir den Parkeintritt bezahlt und noch eine Kleinigkeit gegessen. Bevor wir den Park verlassen haben, sind wir noch zum Sessriem Canyon gefahren. Das sind vom Eingang aus nur ca 5 km. Im Canyon zu laufen war sehr angenehm, denn hier hatten wir genügend Schatten.

Am späten Nachmittag haben wir uns auf den Rückweg begeben. Gegen halb sechs waren wir wieder an unserer Unterkunft. Es war zwar ein langer und anstrengender Tag, aber super schön!

 

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